Die Kirchen

 
Zur Evangelischen Pfarrgemeinde Nord Freiburg gehören die Thomaskirche an der Tullastraße in Zähringen und die Ludwigskirche in der Starkenstraße, Ecke Stadtstraße in Herdern.
 

Thomaszentrum

Kirche | KiTa | Pflegehaus
Die Thomaskirche ist Teil des neu gebauten Thomaszentrums. Dieses Zentrum vereint die Thomaskirche samt einem Cafébereich und weiteren Räumen mit einem Pflegehaus der Stadtmission Freiburg e.V. und dem ehemaligen Thomaskindergarten. 
Mit verschiedenen Generationen, die sich unter einem Dach begegnen ist das Thomaszentrum und die Thomaskirche ein Begegnungsort für Jung und Alt, Menschen aus dem Haus und Menschen aus dem Quartier. 
 
"Glauben mit allen Sinnen", unter diesem Motto stehen unsere Angebote und Veranstaltungen in der Thomaskirche. Einen Einblick in die Veranstaltungen erhalten Sie hier
Ein in Freiburg einmaliges Erlebnis bildet unsere Himmelsschaukel. Die Himmelsschaukel ist eine an langen Seilen von der Decke schwingende Therapieschaukel. Wer darin liegt, schwingt langsam und weit im Kirchenraum. 
 
 
 
 
 

Ludwigskirche

Kirche | Pfarrbüro | Gemeindehaus
An der Habsburger Straße/Ecke Rheinstraße wurde im Jahr 1839 der erste evangelische Kirchenbau in Freiburg eingeweiht, benannt nach dem badischen Großherzog Ludwig. Heute befindet sich an der Stelle eine Gedenktafel für die beim großen Luftangriff im Jahr 1944 zerstörte Kirche.
 
Am 24. März 1954 wurde die neue Ludwigskirche in der Starkenstraße in der Nähe des Alten Friedhofes eingeweiht – als Symbol für Befreiung und Aufbruch nach der erschreckenden Erfahrung der Totalisierung des Lebens und der Unterdrückung aller humanen Grundwerte im Nationalsozialismus.
 
Die Bergung des Einzelnen erleben wir inmitten einer Kontrastharmonie von elementaren Gegensätzen: Weite und Grenze, Licht und Finsternis, Oben und Unten, Altes und Neues, einzelner und Gemeinschaft, Gott und Mensch. Die Existenz dieser elementaren Gegensätze in der Welt wird nicht verschwiegen, aber die Gegensätze werden auch nicht als unauflöslich nebeneinandergestellt. Sie sind eingebettet in die Ganzheit eines Raumes, der uns Menschen inmitten dieser Gegensätze Leben verspricht. 
 
Die Gegensätze entstehen unter anderem durch den schlanken Stahlskelettbau mit Kranzbögen und einer Decke aus Beton, Wänden aus Backsteinen, die mit der perforierten Seite in den Raum zeigen und dem offenen Chor mit seiner Glaswand, die sich über die gesamte Höhe erstreckt. 
 
In die Backsteinwände eingemauert sind Trümmer aus der alten Ludwigskirche. Sie machen deutlich, dass der erlösende Neubeginn individuellen Lebens zur bewussten Annahme des Vergangenen führen muss und zur Auseinandersetzung mit ihm, zu gewonnener Geschichte.
 
Der Text zur Ludwigskirche basiert auf den Beiträgen von Horst Mayer "Aus der Geschichte der Evangelischen Gemeinde Freiburg im Breisgau“ und von Georg Pfleiderer „Bergung und Öffnung des Individuums. Ästhetisch-theologische Anmerkungen zur architektonischen Konzeption der Ludwigskirche“. In: Evangelische Kirchengemeinde Nord Freiburg (Hrsg.): Ludwigskirche Freiburg. 1994.